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landlive.de

Forum: Rund ums Pferd

Grünland Nachsaat/Übersaatmethoden
cosinus08.02.19 #
Wie pflegt Ihr eure Pferdeweiden? Außer der üblichen Schleppe im Frühjar und dem Abäppeln würde mich einmal interessieren wie Ihr die überall einmal auftretenden Fehlstellen "repariert"? Bei kleinere Stellen habe ich einen kleinen Traktor mit schwerem Wiesenstriegel hinten dran. Damit kratze ich die Stellen auf und streue anschließend mit der Hand eine Weidemischung nach und dann noch mal drüber .
Eine Wlze habe ich leider nicht zur Verfügunh. Aufs Wetter achte ich natürlich auch, denn kurz vor einem Regenschauer macht sich das ja am besten. Nun sind aus irgendeinem Grund die Fehlstellen so groß geworden, daß ich nach einer anderen Methode suche. Eine Schlitzdrille wäre da passend...allerdings auch gebraucht noch sehr teuer! Im Lohn braucht man ja einen Unternehmer in der Nähe.

MfG
cosinus10.02.19 @ cosinus #
So gehts perfekt: [www.youtube.com]
StefanS10.02.19 @ cosinus #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.02.19 um 12:22 Uhr.)
Eigentlich hast du schon alles Relevante selbst gesagt.

Je nach Region und dort üblicher Niederschlagsmenge und vorallem auch Niederschlagsverteilung bringen die unterschiedlichen Methoden verschiedene Erfolgsquoten. Persönlich bin ich, wie von dir ja auch bereits angesprochen, Fan von den Vredo Schlitzdrillen. Funktioniert hervorragend, selbst in niederschlagsärmeren Regionen. Nachteil ist halt wirklich zum einen die Verfügbarkeit von den Geräten, und das Kaliber von Traktor das zum Bewegen notwendig ist. Selbst die 3m-Maschine bringt einen ziemliches Gewicht auf die Waage.

U.U. können auch normale Scheibenscharsämaschinen dafür taugen. Je nachdem welchen Schardruck diese hervorbringen.

Ansonsten halt wie du schon sagst: relativ aggressiv striegeln, dabei nachsäen und danach anwalzen damit guter Bodenschluss gegeben ist für die Samen. Ne Walze sollte ja irgendwo aufzutreiben sein leihweise.

cosinus10.02.19 @ StefanS #
Weidepflege
StefanS schrieb:

Eigentlich hast du schon alles Relevante selbst gesagt.

Je nach Region und dort üblicher Niederschlagsmenge und vorallem auch Niederschlagsverteilung bringen die unterschiedlichen Methoden verschiedene Erfolgsquoten. Persönlich bin ich, wie von dir ja auch bereits angesprochen, Fan von den Vredo Schlitzdrillen. Funktioniert hervorragend, selbst in niederschlagsärmeren Regionen. Nachteil ist halt wirklich zum einen die Verfügbarkeit von den Geräten, und das Kaliber von Traktor das zum Bewegen notwendig ist. Selbst die 3m-Maschine bringt einen ziemliches Gewicht auf die Waage.

U.U. können auch normale Scheibenscharsämaschinen dafür taugen. Je nachdem welchen Schardruck diese hervorbringen.

Ansonsten halt wie du schon sagst: relativ aggressiv striegeln, dabei nachsäen und danach anwalzen damit guter Bodenschluss gegeben ist für die Samen. Ne Walze sollte ja irgendwo aufzutreiben sein leihweise.


Für die bisherigen Kleinfehlstellen hatte ich ja schon etwas...aber da sie nun immer größer werden brauche ich was für den 72PS Schlepper. Mein Hobby soll mir doch Spaß machen und keinen vermeidbaren Ärger bereiten...
StefanS10.02.19 @ cosinus #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.02.19 um 13:03 Uhr.)
cosinus schrieb:
Mein Hobby soll mir doch Spaß machen und keinen vermeidbaren Ärger bereiten...


Das ist soweit klar!

Ich sehe letztlich zwei bzw. drei generelle Möglichkeiten.

Eigenmechanisierung Variante a: Größerer Striegel der zum größeren Schlepper bzw. zur Fläche passt. Und da dann noch nen kleinen APV-Streuer oder so drauf setzen. Dann entfällt dass Säen per Hand und der Samen kann direkt in den Striegel gestreut werden - was die zweite Überfahrt erübrigen würde. Dann noch ne (gebrauchte) Cambridge-Walze und man hat bei einem überschaubaren Investitionsrahmen ne taugliche Variante. Bei den Preisen für Saatgut würde ich auf den Schritt des Walzens definitiv nicht verzichten.


Eigenmechanisierung Variante b: richtige Profitechnik ala Schlitzdrille..., aber da übersteigt das Investitionsvolumen meiner Ansicht nach jeden Rahmen für den angedachten Zweck....und das wird auch der 70er Schlepper nicht packen.


Lohnunternehmer bzw. Maschinenring: auf überbetriebliche Arbeitserledigung setzen, der Maschinenring wird schon jemand kennen der geeignete Technik am Hof stehen hat.

Klar gibts auch andere Varianten, hab schon von welchen gehört die selbst mit Schleppschartechnik vernünftige Ergebnisse erzielt haben. Oder oder oder..., aber das sind alles eher exotische Vorgehensweisen.





cosinus10.02.19 @ StefanS #
Kleingerät
StefanS schrieb:

Das ist soweit klar!

Ich sehe letztlich zwei bzw. drei generelle Möglichkeiten.

Eigenmechanisierung Variante a: Größerer Striegel der zum größeren Schlepper bzw. zur Fläche passt. Und da dann noch nen kleinen APV-Streuer oder so drauf setzen. Dann entfällt dass Säen per Hand und der Samen kann direkt in den Striegel gestreut werden - was die zweite Überfahrt erübrigen würde. Dann noch ne (gebrauchte) Cambridge-Walze und man hat bei einem überschaubaren Investitionsrahmen ne taugliche Variante. Bei den Preisen für Saatgut würde ich auf den Schritt des Walzens definitiv nicht verzichten.

Auf dem Bild ist die aktuelle Version zu sehen und im Hintergrund ein hydraulisch angetriebener Kastenstreuer aus einem Weinbergbetrieb. Ich wollte mir eigentlich ersparen den auf den Striegel zu integrieren. Eine kleine Walze könnte ich dann an der Kette noch hinten dranhängen. Nachdem ich die Angebote selbst schmaler Schlitzdrillen bei ziemlichem Verschleiß zur Kenntnis genommen haben neige ich doch wieder dazu mir das zu basteln. Damit brauche ich dann auch nur einmal drüber und fertig. In meiner Gegend habe ich keinen Maschinenring oder Bauern gefunden der eine Schlitzdrille zur Verfügung hätte. Die machen alle mit Striegel und Streuer drauf...ABER mein sehr viel teureres Saatgut, nämlich Kräutermischung für Pferdeweide ist mir zu teuer um dann oben drauf zu liegen und die Vögel zu füttern.

Eigenmechanisierung Variante b: richtige Profitechnik ala Schlitzdrille..., aber da übersteigt das Investitionsvolumen meiner Ansicht nach jeden Rahmen für den angedachten Zweck....und das wird auch der 70er Schlepper nicht packen.


Lohnunternehmer bzw. Maschinenring: auf überbetriebliche Arbeitserledigung setzen, der Maschinenring wird schon jemand kennen der geeignete Technik am Hof stehen hat.

Klar gibts auch andere Varianten, hab schon von welchen gehört die selbst mit Schleppschartechnik vernünftige Ergebnisse erzielt haben. Oder oder oder..., aber das sind alles eher exotische Vorgehensweisen.

Kasparow10.02.19 @ cosinus #
cosinus schrieb:



Darf ich fragen was das ganz rechts im Bild ( das mit der Euroaufnahme ) für ein Gerät ist ?
cosinus10.02.19 @ Kasparow #
Kasparow schrieb:

Darf ich fragen was das ganz rechts im Bild ( das mit der Euroaufnahme ) für ein Gerät ist ?



Das ist ein selbst konstruierte Heckenschneider mit 150cm Doppelmesserschneider und hydraulischem Antrieb und Euroaufnahme für den Frontlader. Damit pflege ich die 3m hohe Weißdornhecke (180m) und die 460m lange Weidenphalanxe zum Feldweg hin. Funktioniert hervorragend mit dem bereits am Frontlader vorhandenen elektrischen Wegeventil und hydraulischem Kippen für die Schaufel.
Kasparow10.02.19 @ cosinus #
Das hab ich mir fast gedacht dass das sowas ist . Bin auch immer am überlegen mir sowas zu bauen, allerdings brauch ich es vorwiegend für unter dem Weidezaun , teils auch mit oder an Böschungen .

Dürfte man das noch etwas genauer sehen ? Wie hast du das gelöst mit Antrieb und Neigung , weil ja nur zwei Schläuche hinführen ( oder hast du das elektr Magnetumschaltventil drin ?) ?
cosinus10.02.19 @ Kasparow #
Kasparow schrieb:

Das hab ich mir fast gedacht dass das sowas ist . Bin auch immer am überlegen mir sowas zu bauen, allerdings brauch ich es vorwiegend für unter dem Weidezaun , teils auch mit oder an Böschungen .

Dürfte man das noch etwas genauer sehen ? Wie hast du das gelöst mit Antrieb und Neigung , weil ja nur zwei Schläuche hinführen ( oder hast du das elektr Magnetumschaltventil drin ?) ?


Es handelt sich um einen normalen Stollfrontlader mit hydraulischer Gerätebetätigung und einem elektrisch umschlatbaren Zusatzanschluß den ich für den Ölmotor benutze. Im Normalfall stelle ich mit der Gerätebetätigung das Schneidwerk senkrecht und nach dem Zurückschalten kann ich mit dem Schalter dann den Mähantrieb ein oder ausschalten. Die Seitenneigung stelle ich mit einer Spindel ein. Das geht von der Senkrechten über die Waagerechte zum Beschneiden der Heckenhöhe bis in die hängende Senkrechte damit beim tiefenSchneiden der Mähantrieb nicht am Boden schleifen muß.
Die Bilder sind schon älter und ich kann gerne wenn ich jetzt die Hecke stutze noch eine Aufnahme am Frontlader machen. Damals vor über zehn Jahren gab es nur Geräte für den Heckanbau und die waren natürlich sehr teuer weil sie den Bereich, welcher der Frontlader schon bietet erst selbst aufbringen mußten.