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Pferdemistpflege und -umgang

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Pferdemistpflege und -umgang
Hallo zusammen, ich wollte
einmal nachfragen, wie ihr euren Mist handhabt, sobald er auf dem Misthaufen liegt? Ich schiebe ihn regelmässig mit dem Frontlader zusammen. Rotteeinleitung auf dem Misthaufen gleich null, der Mist wird extrem warm und trocken. Möchte ihn jetzt mithilfe einer Tauchpumpe (bin schon am temperaturgebundenen Steuerung basteln) d.h. sobald der Misthaufen wärmer als 60 Grad= Pumpe ein usw...die Pumpe saugt einfach die Jauche aus der Grube darunter und giesst damit den Haufen. Lanzen, welche man in den Haufen steckt wären sicherlich besser und geruchsloser....Belüftet ihr euren Mist auch auf der Mistplatte? Würde gerne die Verrottung ankurbeln ;). Mfg Franz
Ein schwarzer Acker ist vielleicht ein "sauberer"-aber toter Acker

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Besteht der Pferdemist aus Festmist aus den Boxen oder aus dem Gemisch von Pferdeäpfeln und Stroh, wie er z.B. beim Abäppeln anfällt?
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Festmist aus den Boxen
Ein schwarzer Acker ist vielleicht ein "sauberer"-aber toter Acker

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 05.08.18 um 19:32 Uhr.
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Hallo Franz ich hab dir ja schon vor Jahren gesagt wie ich das sehe . Das hast wohl nicht probiert , sonst wäre ja deine Frage hier nicht wieder da.
Hier im Forum ist Mist leider nur ein unkalkulierbares Abfallprodukt das auch keiner besonderen Pflege bedarf , deshalb wirst du hier , so denke ich mal , nichts erfahren was dich weiter bringt .
Musst du eben selbst probieren über viele Jahre, irgendwann kommst schon allein drauf , oder auch nicht .
Gutes Gelingen wünsch ich dir .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@DonAgraro

Das Problem beginnt damit, dass der Pferdemist, im Gegensatz zum Rindermist, nicht homogen ist. Rinder scheißen wo sie gehen und stehen, während Pferde sogar im Stall ihre Kotstellen haben. D.h., du solltest den Pferdemist über den Miststreuer auf die Dunglege aufbringen, dann zusammenschieben und rückverfestigen. Trotzdem wird der Rotteerfolg nicht berauschend sein. Das C:N-Verhältnis ist beim Pferdemist wesentlich weiter als beim Rinder- oder Schweinemist. Während R und S einen N-Gehalt von ca. 0,6 bis 0,8% aufweisen, bringt es der Pferdemist mal gerade auf 0,1 bis 0,3%. Dazu kommt noch, dass die Pferdeäpfel den N in sich konservieren, sodass er für die Zersetzungsarbeit der Mikroorganismen nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Deshalb würde ich dir raten, deinen Pferdemist entweder mit Rindermist anzureichern oder ihn abzugeben oder ihn gegen Rindermist einzutauschen. Dazu kommt allerdings noch ein Fakt. Pferde werden häufig mit Antiprarasitica bedacht, die zur Gruppe der Ivermectine gehören. Diese Mittel sind z.B. im Ökolandbau z.T. verboten, weil sie eine abtötende Wirkung auf Mikroorganismen haben, die auch an der Rotte bzw. an der Mineralisierung beteiligt sind. Deshalb sind auch einige Biogasanlagen mittlerweile zurückhaltend, wenn ihnen Pferdemist aus unbekannter Herkunft angeboten wird. Was auch immer du machst, viel Glück!
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Der Rotteerfolg bzw dessen Geschwindigkeit kann in obiger Empfehlung nicht berauschend sein, das ist ja mal klar . Eines der wichtigsten Dinge , nämlich Sauerstoff wird durch Empfehlung ---------->Rückverfestigung <------------ minimiert/eliminiert ! Genau das Gegenteil ist anzuraten , auflockern , Luft einlassen , umsetzen möglichst oft , oder ganz flach lagern , dann rottet Pferdemist wunderbar und je nach Sauerstoffzufuhr auch recht schnell .
Wenn du eine Art Silage (bei genügend Feuchte ) erzeugen möchtest oder aber verbranntes braunes fermentiertes (bei hohem TS Gehalt ) Material haben möchtest , dann kannst gerne rückverfestigen !!

BGA Anlagen in meiner Gegend , und da ist der Franz ja nah dran , fragen nicht nach Ivermectin (sowas kennt kein BGAler ) sondern wieviel Tonnen sie jede Woche abholen können ! Dafür gibt es dann reichlich Substrat zurück . Die sind da ganz wild drauf , da den Angaben nach die Bakterienstämme der BGA deutlichst stabiler sind und bei Frischmist auch die Gasausbeute positiv beeinflusst wird .
Dies alles gilt für Strohmist , Säg und Hobelspänemist mag keiner .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Erwärmung bedeutet Nährstoffverlust! Rottemist soll aber nicht nur Material zur Bodenverbesserung sondern auch noch ein Dünger sein; und zwar nicht nur für P und K.
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Vielen Dank euch Beiden!
@Kasparow: Ja ich weiss, wir haben schon einmal darüber geschrieben , hat bei mir aufgrund einiger Gegebenheiten nicht so funktioniert wie ich das wollte.

Ich werde mich mal beim BGA ler meines Vertrauens schlau machen, ob das machbar wäre. Würde mir einen Haufen Arbeit sparen und wenn der Nährstoffentzug durch Substrat ausgeglichen wird, dann wäre ich sehr an dieser Lösung interessiert.

Mfg und vielen Dank nochmal,
Franz
Ein schwarzer Acker ist vielleicht ein "sauberer"-aber toter Acker

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Es hängt natürlich auch vom Einsatzziel ab. Mist gilt als Bodenverbesserer mit nachhaltiger Düngefunktion. Garsubstrat hat, aufgrund des sehr geringes Gehaltes an organischer Substanz , unter 6%, fast keine positive Auswirkung auf den Gehalt des Bodens hinsichtlich der organischen Substanz/Humus.
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Ja das ist mir klar, jedoch könnte ich das zusätzliche Substrat im Herbst für meinen Ölrettich gebrauchen. So könnte ich mir den Mineraldünger einsparen.
Ein schwarzer Acker ist vielleicht ein "sauberer"-aber toter Acker

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