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Spaß- und Quassel-Ecke
5 Themen, Moderator: Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Spaß- und Quassel-Ecke

Pferde beim Fasching

@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Es stellt sich doch die Frage, warum soviel Wert auf Pferde in den Umzügen gelegt wird?
Wenn du von Karnevalsumzügen schreibst , dann gestatte die Frage , wer legt denn da Wert drauf ? Ist das sicher ?, ich würde nein denken .



Wir halten uns für immens fortschrittlich und klammern uns an das Althergebrachte, an Traditionen und Brauchtum. Warum fahren in den Zügen nicht Oldtimerschlepper?
Die zwei Sätze in einem Atemzug verstehe ich nicht , sind Oldtimer nicht althergebracht ?
Man muss doch nicht klammern nur weil man sich dafür interessiert was und wie es unsere Vorfahren gemacht haben . Ich finde das Historische toll , auch die Feste dazu ! Aber es muss nicht jeder toll finden , nur finde ich man kann dem anderen sein Hobby , Lust und Leidenschaft auch tolerieren.
Oder darf man sich , nur weil wir im hier und jetzt leben , nur noch mit PC und Smartphone beschäftigen ?



Mag sein, dass mit den Pferden der Rest von Atmosphäre verschwindet, die schon seit mehr als 40 Jahren in Auflösung begriffen ist. Die Pferde als Relikt der "guten alten Zeit" zu betrachten, bezeugt den Realitätsverlust, den gerade wir Landwirte den Verbrauchern allgemein unterstellen, wenn diese auf der Suche nach der Idylle vergangener Tage sind. Wir leben im Hier und Jetzt, auch im Karneval!


Wer schreibt denn von der guten alten Zeit ? und dem Relikt und Idylle ? Hab ich was verpasst ?

ich verstehe es grade irgendwie nicht warum du Pferde hältst ..... ?

Wie ist das dann z B mit dem Geschichtsunterricht , das könnte man ja auch verbieten , denn wir leben im hier und jetzt ! Oder verstehe ich einfach was falsch ?
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Der Einsatz der Pferde wird von den Organisationskomitees Sehr befürwortet, wie ich einer Reportage über die Vorbereitungen des Umzugs in Köln entnehmen konnte. Man begründete diesen Wunsch mit Tradition und Brauchtum! Wahrscheinlich wollen auch die, die bis jetzt geritten sind, zukünftig nicht einfach zu Fuß laufen. Im Gegensatz zu den rückwärtsgewandten Argumenten für Pferde, fahren im Zug die neuesten und sehr großen aktuellen Modelle der verschiedenen Schlepperhersteller. Tradition ist da nur noch, dass es, wie früher, Traktoren sind. Diese großen Maschinen sind unübersichtlich und damit garantiert nicht sicherer als es die Zugtechnik in den 70er Jahren war. Wo also liegt der Grund für diese Überdimensionierung? Möchte man den technischen Fortschritt zur Schau stellen? Das wäre wohl diametral zum rückwärtsgewandten Pferdeeinsatz! Die Rückwärtsgewandtheit ist eine Reaktion auf unser Leben im Jetzt und Hier! Es ist der Versuch, zumindest bei einigen Events ein wenig aus der Aktualität fliehen zu können. Und genau da gehören auch die Pferde dazu; sehr zur deren Leidwesen! Wenn du etwas Muße hast, lies mal "Die smarte Diktatur" von Prof. H. Welzer.
Ich halte Pferde, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin und weil mich ihr Anblick und der Umgang mit ihnen nach wie vor fasziniert. Außerdem, was sollte das für ein Hof sein, auf dem es keine Pferde gibt. Ihre Haltung ist für mich auch eine ständige Remineszens an ihre Leistungen in der früheren Landwirtschaft.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ micra #
micra schrieb:

Frau stirbt bei Faschingsumzug
hab ich bereits vernommen ja , tragisch !


Ich würde meine Fahrzeuge nie und nimmer einen Umzug Verfügung stellen


Ich hoffe wir reden hier von Karnevalsumzug , für mich hier Faschingsumzug.

Ich hab das mal paar Jahre gemacht (nur Schlepper u Mann ) , würde schätzen länger als fünf aber weniger als 10 Jahre .
Diese Gruppe kannte ich nicht , hatte zu denen gar keinen Bezug . Es war meist (eigentlich immer ) ein Besäufnis , wie so oft bei solchen spät pupertierenden Gruppierungen .
Habe immer auf 6 nüchterne Personen bestanden , zwei vorne , zwei an der Deichsel und zwei hinten am Wagen als Begleitung und Aufpasser . Es ist der Gruppe immer schwerer gefallen geeignete UND vor allem nüchterne Leute bereit zu stellen . Die Gefahr wurde verkannt , so lange bis mir dann der Kragen geplatzt ist.

Auf der Straße der "Aufstellung " standen wir ca 2 Std ehe sich der Zug in Bewegung setzte . Ich bin keine 50 Meter gefahren , da kam einer von dem Wagen hinter meinem Gespann , also nicht von "meiner" Gruppe , zu mir ans Führerhaus und bat darum anzuhalten . Da hinten wäre einer , der könne nicht mehr laufen, den müsse man auf den Wagen hiefen .
Im gleichen Umzug lief dann ein Teenager (trotz zigfacher Belehrung UND den "Aufpassern" an der Deichsel ) zwischen Schlepper und Wagenstirnseite um von dort oben ( es war weit oben , ein hoch aufgebauter Dreiachser ) ein Bier zu ergreifen . Das hab ich zum Glück gleich gesehen und habe gestoppt .
Nicht auszudenken , ein Stolperer ... merkst nicht gleich ...............

Das war mein letzter Faschingszug als Teilnehmer /Fahrer .

Bei aktueller Rechtssprechung : niemals mehr wieder einen Faschingsumzug als Fahrer !
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Der Einsatz der Pferde wird von den Organisationskomitees Sehr befürwortet, wie ich einer Reportage über die Vorbereitungen des Umzugs in Köln entnehmen konnte.
Ja das glaub ich gleich , dass die das wollen! Eine Anerkennung mehr am Bendel !


Wahrscheinlich wollen auch die, die bis jetzt geritten sind, zukünftig nicht einfach zu Fuß laufen.
Auch das glaube ich ! Ein paar richtig wichtige ohne die das gar nie nicht geht ! Gibts überall !

Diese großen Maschinen sind unübersichtlich und damit garantiert nicht sicherer als es die Zugtechnik in den 70er Jahren war.
Darüber kann man streiten! Ich weiss auch schon kleine Einachser mit mords Aufbau , wo man sich dachte hoffentlich platzt da kein Reifen , ...bleibt der stehen !
Ein LKW Anhänger , der steht halt ! den bringt so schnell nix aus der Fassung ! Allerdings ist er auch schwer beim überfahren unerwünschter ................. . Keine Ahnung was besser ist .

Wo also liegt der Grund für diese Überdimensionierung?
Schwanzverlängerung ! Je kleiner der Fahrer desto schlimmer .

Möchte man den technischen Fortschritt zur Schau stellen?
Bestimmt auch .

Das wäre wohl diametral zum rückwärtsgewandten Pferdeeinsatz!
Diesen differenzierten Einsatz zweigt ja wahrscheinlich nicht ein und die selbe Gruppierung ! Die einen leben halt das aus und andere was anderes ! Als Teilnehmer eines Zuges kann ich nichts für das Auftreten anderer Gruppen !

Die Rückwärtsgewandtheit ist eine Reaktion auf unser Leben im Jetzt und Hier!
Kann sein , kann nicht sein , selbst wenn ...........was ist daran schlimm oder verkehrt oder was auch immer (sofern das wer so möchte ? ) ?

Es ist der Versuch, zumindest bei einigen Events ein wenig aus der Aktualität fliehen zu können.
Fliehen , oder begeben wir uns nicht bei so vielen Dingen im leben aus der Aktualität ? Jeder Fest - Kino -Event - Urlaub usw usf - besuch !!! Oder etwa nicht ???

Ich halte Pferde, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin und weil mich ihr Anblick und der Umgang mit ihnen nach wie vor fasziniert.
Ich hab das von deinem letzten Pferdepost so aufgefasst , dass die im wesentlichen auf einer sehr großen Weide stehen und sonst nix weiter tun . Da ist der Umgang ja doch eher wenig , denke ich mal .

Außerdem, was sollte das für ein Hof sein, auf dem es keine Pferde gibt. Ihre Haltung ist für mich auch eine ständige Remineszens an ihre Leistungen in der früheren Landwirtschaft.
Das geht mir bei jedem historischen Fest mit Pferdebeteiligung und den alten Maschinen so .

Meine Pferde sind zu leicht um dabei an schweren Zug vor einer Maschine oder Wagen zu denken .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Ja, meine Pferde sind Arbeitspferde in dem Sinne, dass sie etwas Arbeit machen. Auch wenn sie das Privileg haben, täglich sich frei im Offenfrontstall, auf einer befestigten Fläche oder auf der Weide bewegen zu können, so ist diese Haltung trotzdem nicht ohne Zeitaufwand für mich. Sicher könnte ich diesen Zeitaufwand noch reduzieren, das will ich aber gar nicht. Ich freue mich, wenn mein TA bei der jährlichen Impfung im Januar sein Stethoskop tief in das Winterfell drücken muss um dann festzustellen, dass die drei Alten völlig tiefenentspannt und fit sind. Wenn die drei dann im Frühjahr mit der großen Mutterkuhherde über das Grasland ziehen und die Kälber ihre Neugierde ausleben, ist die Welt für mich in Ordnung.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Kasparow #
Sorry, ich hatte deinen Post an mich komplett überlesen.

Das es Aufgabe des Besitzers/ Reiters/ Ausbilder was auch immer ist das Pferd im Alltag einzuarbeiten sollte selbstverständlich sein, auch wenn ein Pferd nicht für öffentliche Veranstaltungen eingesetzt werden soll. Genau wie du es beschreibst ist es langfristig von Vorteil möglichst viele unterschiedliche Reize zu provozieren.

Eine Prüfung kann gar nicht alle Situationen durchspielen, aber im großen und ganzen ist es möglich einzuschätzen ob ein Pferd zu ängstlich ist oder eben entspannt bzw gut durchgearbeitet. Eine Garantie wird es nie geben, da es sich einfach um Tiere handelt.
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@ famos88 #
famos88 schrieb:
Das es Aufgabe des Besitzers/ Reiters/ Ausbilder was auch immer ist das Pferd im Alltag einzuarbeiten sollte selbstverständlich sein, auch wenn ein Pferd nicht für öffentliche Veranstaltungen eingesetzt werden soll. .


Du schreibst es ja selbst ----------> sollte <--------- , und wieviel kennst du die das so betreiben ? Mir fällt da ausser mir spontan nur einer ein , der das auch so macht . Das sind Ausnahmen , in der Regel wird nix gemacht und die meisten flüchten wenn ihnen was wiederfährt das die Öhrchen des Pferdchens etwas steifer werden lässt .
Seh ich doch wenn ich mit Schlepper unterwegs bin wie die Steine von den Herzen der Reiterinnen fallen weil man fast übertrieben Rücksicht nimmt .
Eine kenn ich die springt sofort vom Pferd und flüchtet so weit sie kann in Flur ,Wald oder was sich eben gerade anbietet , zum heulen .



Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ Kasparow #
Es ging ja um Pferd+Reiter die an Umzügen und anderen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Vermutlich wird keiner mitmachen, dessen Ross bei den kleinsten Geräuschen das Weite sucht.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.02.18 um 21:15 Uhr.
@ famos88 #
famos88 schrieb:

Es ging ja um Pferd+Reiter die an Umzügen und anderen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.


Ähemmmm ....schuldigung ... hier dein Zitat

auch wenn ein Pferd nicht für öffentliche Veranstaltungen eingesetzt werden soll. .


Und das ist ja auch richtig , auch wenn es dort nicht mitläuft ,ist ein gewisser Grundstock an Vertrauen und Gewöhnung auf Umwelteinflüsse m.M. unabdingbar !
Das geht schon los beim Verladen , ich wurde von Turnier aus angerufen , ich solle doch kommen (20 km ) die Frauschaften bringen die beiden Pferde nicht mehr in den Hänger! ( Nicht meine ) Sag ich da sind doch bestimmt 100 oder 200 Pferdemenschen , nein da wolle man nicht fragen . Ok dann mach ich es halt , glaub ja nicht dass das ein Problem war !

Nachtrag 19.02.18 : Also stell dir vor ich fahre 20 km Landstraße hin , lade 2 Pferde in den Hänger ein , (ungefähr 1 Minute , ich hab die beiden nicht mal angefasst , nur etwas mit meiner Stimme jongliert , ok dann gemma halt rein ) und dann 20 km wieder zurück !

Weiter gehts mit Schmied , Verkehr , Decke , Regenschirme , Landmaschinen und vieles mehr .



Vermutlich wird keiner mitmachen, dessen Ross bei den kleinsten Geräuschen das Weite sucht.
natürlich nicht , Hosen voll bis oben hin !
Wäre ich Haftpflichtversicherer , ich würde mir Pferd und Halter kurz ansehen um zu erfahren ob ich mir das antue .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Neulich hab ich mir doch so ein Video einer Karnevalshochburg angeschaut , ich war erstaunt wieviel Pferde da dabei waren . Das wusste ich so nicht ! Hier in meiner Umgebung gibts nicht ein einziges Pferd auf einem Umzug .

Der Kommentar ist zwar etwas übertrieben polemisch und sehr theoretisch ( ich wette keine Praktikerin ) , aber die Richtung stimmt schon ! .
Auffallend viele wurden auch geführt , ich gehe davon aus , dass der eigentliche Reiter führt und irgendein Mr Wichtig da oben trohnt , man sieht es auch am Stil . Furchtbar !

[www.youtube.com]

Man sieht hier vieles was m.Mg. dort einfach nichts verloren hat (Öffentlichkeit , Tierschutz )!!! Ich frage mich wo sind da die Amtsvets ? Warum schreiten die da nicht ein ? Wenn die Rosenmontag nicht arbeiten dürfen , dann müsste eben eine private Klinik beauftragt werden um hier für Ordnung zu sorgen !
Auf jeder Pferdeleistungsschau (Turnier/Sport ) sind tierärztliche Kontrollen , teils vor , teils während und teils nach einer Prüfung, vieles wird sehr streng betrieben . Das wäre hier dringend anzuraten und die mit nicht tierschutzrelevanter Ausrüstung dürfen gleich mal gar nicht starten ! Auch solche mit stark erhöhtem Puls nicht , da sind m.Mg. einige dabei .
Von denen die obenauf sitzen , sind viele dabei die niemals auf so eine Veranstaltung gehören .

Einen festen Ausbinder ( wie ich in dem Video gesehen habe ) ist gerade in solchen Ausnahmesituationen lebensgefährlich für den der da oben sitzt ( das Wort Reiter verkneife ich mir hier, es ist nicht zutreffend ) . Im Falle das Pferd steigt , kann es sich nicht mehr ausbalancieren und kann Z B nach hinten oder auch seitlich umfallen !

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